Perchten sind weibliche Masken- und Sagengestalten, die während den Raunächten (um den 5.1.) in Erscheinung treten.

Es gibt verschiedene Arten von Perchten.
z.B.: "Schönperchten", die prachtvoll mit Schmuck und Spiegeln verziert sind.
Die "Tresterer" mit bunten Gewändern und Federn auf ihren Hüten.
Und dann gibt es noch die "Schiachperchten", die oft mit dem Krampus verwechselt werden.

Sie allerdings tragen Masken mit vielen Hörnern.

Es gibt eine Vielfalt von großen, jährlich wechselnden Perchtenumzügen.



Der Krampus ist der bärtige und vermummte Begleiter des heiligen Nikolaus, dessen Festtag der 6.12. ist.
Vor dieser Zeit verbreitet er bei den alljährlichen Krampusläufen Angst und Schrecken.

Im Verlauf der Entwicklung des Brauchtums wurde der Krampus dem Heiligen gleichgesetzt, dann aber vom Nikolaus getrennt und schließlich zu einem selbständigen Geschenkebringer, der den Kindern am Nikolausabend (5.12.) oder Nikolaustag (6.12.) seine Gaben beschert.

Der Krampus trägt eine dunkle oder rote Maske, Larve genannt, mit 2 Hörnern und mit einer furchterregenden Fratze.

Er hat eine Rute, eine Kette oder eine Peitsche aus den Haaren von Pferden.



Der St. Nikolaus ist der Heilige des 6. Dezember.

Er war um die Wende des 4. Jht. Bischof von Myra (heute an der türkischen Mittelmeerküste).

Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt.

Er beschenkte damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, manchmal auch Bekleidung oder andere nützliche Dinge.

Ab dem 17. Jht. grassiert der Brauch, dass der Nikolaus mit einem Begleiter (später der Krampus) die Kinder beschenkte oder auch schon mal wegen ihres unchristlichen Tuns tadelte.

Ab dem 19. Jht. wird der Nikolaus immer mehr verweltlicht. Nicht zuletzt auch von den Medien.